Neue Kommentar-Funktion im Blog
Bloggen ist keine Einbahnstraße
Blog-Beiträge zu schreiben macht mir Spaß. Manchmal muss ich mich selbst ein wenig dazu zwingen, damit das ganze Projekt nicht einschläft. In der Regel packt mich das Schreibfieber aber ohnehin in regelmäßigen Abständen. Ob am Ende wirklich jemand liest, was man schreibt, ist meistens nebensächlich. Am Ende blogge ich ja schließlich für mich selbst als eine Art Tagebuch und Möglichkeit, seine Gedanken zu sortieren und teilen.
Seit den Blogwochen 2025 bin ich dann ein wenig weiter abgetaucht in die Community. Ich folge einigen anderen Bloggern im Fediverse und gelegentlich tauscht man auch mal Mails aus. Bisher verfolgte ich in meinem Blog auch den Ansatz, dass man einfach eine E-Mail schreiben oder im eigenen Blog auf meine Beiträge antworten kann. Allerdings werde ich nicht benachrichtigt, wenn meine Beiträge woanders verlinkt werden. Webmentions sind bei statischen Seiten so eine Sache. Gleichzeitig finde ich Kommentare immer sehr praktisch, da so ein spannender Gedankenaustausch zustande kommt. Daher überlege ich schon seit Jahren immer mal wieder, wie ich das auch bei mir einigermaßen sauber umsetzen kann.
Souveränität behalten
Da ich als statischen Seiten-Generator Hugo verwende, ist eine einfache Kommentar-Funktion komplizierter umzusetzen als beispielsweise bei Wordpress. Auch wenn es Lösungen wie Disqus gibt, missfällt es mir eure Namen, Mail-Adressen und Nachrichten bei einem Drittanbieter zu hinterlegen. Aus dem Grund habe ich Disqus bei mir nie eingebaut, auch wenn Hugo dafür von Haus aus Unterstützung mit bringt.
Am Wochenende habe ich mich also dazu entschieden, selber etwas zu basteln und testweise das Kommentieren zu ermöglichen. Natürlich hätte ich auch Alternativen zu Disqus ansehen können, vielleicht mache ich das auch noch mal in Zukunft, aber fürs erste hatte ich Lust, selber eine Lösung zu schreiben. Damit gehe ich natürlich ein gewisses Risiko ein, da Kommentar-Funktionen immer eine technische Schwachstelle darstellen. Ausgerechnet in so einer Situation selber einen Mechanismus dafür zu schreiben ist… gewagt. Dadurch ist mein Blog nicht mehr 100% statisch. Das Schreiben und Anzeigen von Kommentaren ist vollständig mit Javascript abgebildet. Serverseitig gibt es nun aber eine minimal API, oder sagen wir mal ein kleines PHP-Skript. Technisch gesehen, mache ich mich dadurch natürlich angreifbarer. Daher ist die Kommentarfunktion auch erst mal nur ein Testlauf um zu sehen, ob es überhaupt Kommentare geben wird oder der Spam-Versuch überhand nimmt. Hoffen wir mal auf das Beste.
Was geht und was nicht geht
Nur einige ausgewählte Beiträge sind kommentierbar. Außerdem muss jeder Kommentar von mir freigegeben werden, bevor er veröffentlicht wird. Neulich hatte ich Claudias Update zu Kommentaren gelesen und muss zugeben, dass ich in der jetzigen Umsetzungs-Phase noch längst nicht alle Punkte berücksichtige. So kann man auf Kommentare nicht direkt antworten, bekommt keine Benachrichtigungs-Mail bei Veröffentlichung und kann Kommentare auch nicht abonnieren oder liken. Formatieren mit ausgewählten HTML-Tags oder Markdown ist auch noch nicht drin. Ich hoffe, Claudia wird mir das vorerst verzeihen. Auf der anderen Seite ist auch keine Anmeldung nötig und es besteht auch kein Plattform-Zwang. Bots werden ausgeschlossen - Hoffentlich wird es keine False Positives geben.
Es ist erst einmal wirklich nur ein ganz trivialer Mechanismus. Wenn ich Gefallen daran finde und merke, dass es auch benutzt wird, kann ich das Ganze noch immer nach Belieben anpassen. Hoffentlich wird es keine technischen Probleme geben. Solltet ihr aber mal etwas kommentieren wollen und es klappt nicht, nutzt gerne den alten Weg und gebt mir per E-Mail oder Fediverse bescheid. Probiert es gerne mal aus.