Winterhilfe für die Ukraine
Russen nutzen die Kälte
Leider ist es nicht wirklich überraschend, dass ein Kalter Winter in der Ukraine von den Russen genutzt wird, um Druck auf die Bevölkerung auszuüben. Die vergangenen Wochen waren dort leider sehr kalt. Daher haben die Russischen Angriffe aktuell vor allem die zivile Infrastruktur als Ziel. Bei Temperaturen um die zehn Grad unter Null leidet die Bevölkerung besonders stark darunter.

Die Zivilbevölkerung leidet
Vor Ort machen die Menschen alles Erdenkliche, um die Stromversorgung und damit auch die Heizungen wieder ans Laufen zu bekommen. Der in den Medien sehr präsente Stromausfall in Berlin vor zwei Wochen ist kein Vergleich zu dem, was da gerade passiert. Die Stromversorgung war schon immer auch Ziel der Russischen Angriffe. Aber zur Zeit konzentrieren sich die Angriffe darauf. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich laut Tagesschau noch immer knapp 6000 Haushalte ohne Strom.[] Die Reparatur wird noch einige Wochen dauern, und es ist stark davon auszugehen, dass die Russen in den kommenden Tagen wieder angreifen. Immer wieder liest man davon, wie die Bevölkerung erschöpft ist, aber dennoch weiter macht. Schließlich ist das alternativlos.
Update der Zahlen
Während ich diese Zeilen schreibe, lese ich, dass es wieder große Angriffe auf das Land gab und in der gesamten Ukraine 1.200.000 Haushalte ohne Strom sind.Hilfe
Ich hörte von großen Spendenaktionen in Polen und Tschechien für die Winterhilfe. So gelangen mehr Notstromaggregate in die Städte wie Kiew, Charkiw und co.. Gerade jetzt, ist es wichtig, dass wir als Europa zeigen, dass wir hinter der Ukraine stehen. Nicht nur die Politik, vor allem aber die Gesellschaft. Ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass ich bei uns nichts von großen Spendenaktionen für die Winterhilfe lese. Es gibt diese Aktionen bei uns, aber sie sind so klein und finden medial fast nicht statt. Gestern habe ich direkt 15 Euro an den Ukraine-Hilfe Berlin e.V. gespendet. Klar: von dem Geld kann sicher kein Generator gekauft werden, dass ich aber vielleicht das Geld für den Diesel gespendet habe, wodurch ein Krankenhaus oder ein paar Familien auch nur eine Stunde mehr Strom haben, ihre Wohnung heizen und das Leben etwas normaler leben können, fühlt sich richtig an. Die Leute dort können diese paar Euro auf jeden Fall besser gebrauchen als ich.
Ich mag es nicht, auf der Straße um Spenden gefragt zu werden. Meist fühlt sich das wie Abzocke an. Aber in diesem Fall kann man sich ja selber erkundigen, wo und wie man die Leute unterstützen kann. Darum bitte ich euch, die Bevölkerung in der Ukraine nicht zu vergessen und ein paar Euro zu geben. Das könnt ihr bei der Ukraine-Hilfe Berlin e.V. zur Winterhilfe machen, oder auch irgendwo anders.